7 Wochen: brandaktuelle Zahlen und ZIELE

So, ich bin jetzt also 7 Wochen dabei, faste Montag und Donnerstag, den Rest der Woche esse ich total normal, inklusive Eis, Wein, Kuchen etc.. Die Ernährungsweise erscheint mir inzwischen völlig natürlich. Ich kann mir gut vorstellen, mein Leben lang dabei zu bleiben. Das halbe Leben werde ich wohl auch brauchen, um wieder auf ein einigermaßen normales Gewicht zu kommen.

Natürlich gibt es bestimmt Möglichkeiten schneller mehr abzunehmen. Manchmal spiele ich mit dem Gedanken, tatsächlich noch einen Tag mehr zu fasten. Denn die zwei Fastentage genieße ich immer ziemlich. Es tut gut, das Neinsagen zu üben, nicht schnell etwas in sich hineinzustopfen und seiner Verdauung mal eine Pause zu gönnen. Erstaunlicher Weise genieße ich es auch, abends einen schönen großen Salat zuzubereiten. Etwas, für das ich mich an Essenstagen abends oft zu müde fühle. Seltsam. Bisher kann ich mich nicht dazu durchringen einen dritten Tag einzuführen. Mein Körper scheint diesen Rhythmus ziemlich gut zu verkraften. Also bleibt es erstmal dabei. Hier sind die Ergebnisse:

Angefangen habe ich am 3. Mai 2013 mit einem

BMI von 29,4, Taille 86 cm und Hüfte 113 cm

Heute am 22. Juni habe ich einen

BMI von 28,4, Taille 80 cm und Hüfte 107 cm.

Es sind also 6 cm Taille und 6 cm Hüfte in den 7 Wochen verloren gegangen. Das ist ziemlich gut, wie ich finde.

Heute morgen wog ich insgesamt 3,7 kg weniger.

Und hier sind gute Neuigkeiten:

Ich beginne mich tatsächlich zu trauen, mir ein Ziel zu setzen, das ich erreichen möchte. Die letzten Jahre hatten mich bezüglich meines Gewichtsproblems so sehr entmutigt, dass ich schon „ein-nicht-mehr-weiter-zunehmen“ als traurigen Erfolg gewertete habe. Jetzt sieht die Sache aber ganz anders aus! Ich habe tatsächlich Mut gefasst.

Natürlich möchte ich wieder ein „Normalgewicht“ erreichen und mich wieder schön, sexy und beweglich fühlen. Das ist ehrlich gesagt schon ein ziemlich heeres Ziel. Denn das wäre mit einem BMI von 24 wohl der Fall. Das heißt, bis zu meinem „Normalgewicht“ muss ich noch einen Fettberg von 13,5 kg abtragen! Gruselig. Ehrlich, eine ziemlich entmutigende Vorstellung. 13,5 kg! Das Wenn das Tempo beim Abnehmen so bleibt, dauert das ungefähr 7 Monate. Das ist also ein Etappenziel: BMI 24. Nächster Sommer, sexy Bikini…

Und ich will mehr! Jetzt, so ermutigt würde ich am liebsten wieder mein Gewicht erreichen, dass ich vor meiner ersten Schwangerschaft hatte. Ja, das ist schon fast 30 Jahre her und mit 45 hat man natürlich einen ganz anderen Körper als mit 18. Trotzdem war das das letzte Mal, dass ich mich wirklich wohl mit meinem Körper gefühlt habe.

Außerdem glaube ich, dass gerade einem älteren Körper weniger Gewicht gesundheitlich ganz gut tut, solange es im Normalbereich bleibt. Und ich war damals durchaus normal und nicht dünn. Also, mutig setze ich mein damaliges Gewicht an und setze mir einen BMI von 20 als Ziel! Ist das zu ambitioniert? Vielleicht schon. Wir werden das überprüfen.

Bis zu diesem Ziel sind es 24 kg. Gosh. Vielleicht ist das doch etwas ambitioniert. Vielleicht gefalle ich mir auch schon vorher? Vielleicht hängt dann alles und ich sehe aus wie eine Hundehütte, in jeder Ecke ein Knochen? Falls das so sein sollte, höre ich natürlich vorher auf. Aber erstmal würde ich gern dahin zurück: BMI 20, Jackpot. Das kann schon gut über ein Jahr dauern. Ist auch gut. Mich treibt ja niemand. Und ich habe Jahre dafür gebraucht, die Kilos draufzufuttern. Da darf es auch eine Zeit dauern, bis sie sich wieder verabschieden.

So, das Ziel ist definiert. Doch wie heißt es so schön, der Weg ist das Ziel. Ja, und das schöne an dieser Ernährung ist, ich fühle mich jeden Tag gut. Natürlich gibt es Tage, an denen ich mich nicht so toll fühle. Heute habe ich zum Beispiel einen ziemlichen Hangover. Trotzdem, auf einer etwas tieferen Ebene fühle ich mich gut, denn ich erinnere mich sehr genau an das unterschwellig ständig anklopfende Frustgefühl, weil die Hosen kneifen, weil man sich schwer und unbeweglich fühlt, weil Treppensteigen anstrengend ist, weil man Angst hat, irgendwann nicht mehr in den Sitz zu passen oder mit einem Stuhl zusammen zu brechen usw. Vielleicht ist das ja bei vielen Menschen anders. Manch einer meinte schon zu mir, dass er oder sie sich übergewichtig gut fühlen würde. Bei mir war und ist das anders.

Trotz meines bisher ja relativ kleinen Erfolges von 3,7 kg,  passe ich jetzt wieder in einige meiner Klamotten und die Tendenz ist positiv. Ich habe mehr Lust mich zu bewegen und etwas zu unternehmen. Alles ist schon körperlich nicht mehr so anstrengend. Und dieses Gefühl ist sehr sehr schön!

Noch ein Wort zum Sport:

Es ist toll! Zugegeben, ich bin jetzt noch nicht die Ultrasportskanone, werde ich wohl auch nicht unbedingt werden.Tatsächlich machen mir nur manche Sportarten wirklich Spaß, Yoga zum Beispiel, skaten, schwimmen, Tanzgeschichten im Fitnessstudio wie Jazzdance oder so.

Aber mein riesig großer Schweinehund, genannt Hunny Grey, zieht mich doch oft an einer unsichtbaren Leine hinunter auf die Couch. Da liegen wir dann gemeinsam Emma und Hunny, essen, gucken fern und ärgern uns ein wenig über uns. Will ich Hunny Grey überlisten, muss ich mir wirklich was einfallen lassen, denn er ist eben noch stärker als ich. Wobei der Schweinehund tatsächlich die Schwerkraft zu Hilfe nimmt. Schuft, der!

Eine Überlistungsstrategie ist, Hunny Grey nicht in die Nähe der Couch zu lassen. Das funktioniert natürlich nur bedingt, schließlich steht die bei uns zuhause. Also gehe ich jetzt einmal die Woches in der Mittagspause ins Fitnessstudio zum Yoga. Da kann Hunny Grey gar nicht meckern. Denn es ist ein Fastentag. Zu essen gäbe es also sowieso nichts. Die Alternative wäre durchzuarbeiten aber da ist Hunny glücklicherweise auch kein großer Fan von. Also, Donnerstag ist Yoga-Fasten-Tag und Hunny Grey, der Schweinehund, liebt es auch, vor allem die Tiefenentspannung am Schluss. Aber warte Hunny, ich werde stärker und leichter. Dann kriegst Du mich nicht mehr so leicht auf die Couch…

Mein nächstes Sportziel ist es, noch einen zweiten Kurs zu finden, der mir Spaß macht, gern irgendetwas tänzerisches.

Am Dienstag habe ich Zumba ausprobiert mit mäßigem Erfolg, es war unterirdisch und frustrierend. Die Lehrerin hielt es nicht für notwendig irgendwelche Schritte anzusagen, so dass man hätte mitkommen können. Nein, sie tanzte einfach los und wir versuchten mehr oder meist eher weniger erfolgreich irgendwie hinterher zu kommen. Ich muss also einen anderen Kurs finden. Schritt für Schritt.

Soweit erstmal. Jetzt gehe ich mir einen Blender für „Greensmothies“ kaufen.

4 Gedanken zu „7 Wochen: brandaktuelle Zahlen und ZIELE

  1. arwen1234

    Mensch, jetzt bin ich neidisch. So viel verloren an cm und kg! Und das so locker, dass du weitermachen kannst und willst. Klasse. Aber den Gedanken an dein früheres Gewicht würde ich streichen, einfach weil das Gewicht nur aus Zahlen besteht, da fehlt das optische „okay“. Kennst du den Film „Requiem for a dream“? Der zeigt das wunderbar an einer alten Dame, die ein feuerrotes Kleid aus ihrer wilden Jugendzeit im Schrank hängen hat. Als sie versucht, sich da reinzuquetschen und feststellt, dass sie nicht mehr hineinpasst, will sie unbedingt abnehmen. Also hungert sie und lässt sich Appetitszügler verschreiben. Im Laufe der Geschichte dreht sie durch und langet schließlich in einer Anstalt. Der Traum, wieder in ihr altes Kleid zu passen und damit die Erinnerungen an ihr vergangenes Leben wieder auferstehen zu lassen, hat sie geradewegs in einen Albtraum geschickt. Und das ist eigentlich immer so, man hofft auf schöne Zeiten in denen man sich rundum wohlfühlt und macht dieses Gefühl an eine Zahl fest. Die Zahl wird dir dieses Gefühl aber nicht geben, da ist Frust vorprogrammiert. Viel Erfolg weiterhin. 🙂

    Antwort
    1. emmareloaded Autor

      Lieber Arwen,
      danke für Deine guten Wünsche und dass Du auf mich aufpasst:)! Ja, als ich gestern geschrieben haben, dachte ich auch an die Gefahr in dieses Extremdenken zu rutschen. Ich kenne den Film zwar nicht aber man kennt es ja auch von anderen, wenn auch vielleicht nicht in dieser krassen Form.
      Meine Idee mit den Zahlen war eher das Gegenteil. Ich dachte, wow, mir geht es so gut und es ist so einfach. Aber ich habe keinen Arzt als Mann, der mir sagen würde, jetzt solltest Du ein bisschen aufpassen und nicht mehr abnehmen. Wo ist die Grenze?
      Das ist natürlich alles Zukunftsmusik, weil mein Übergewicht tatsächlich noch sehr hoch ist. Aber durch die Gewichtsabnahme bin ich endlich mal so mutig, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen. Und ehrlich, so ein magersüchtiger Besenstiel will ich ja auch nicht werden. Also, habe ich jetzt Orientierungspunkte gesetzt und gucke mal, wie das so wird. Daneben gehe ich natürlich zur Ärztin und lasse das checken;)
      Wonach orientierst Du Dich? Wie geht es Dir damit?
      Liebe Grüße
      Emma

      Antwort
      1. arwen1234

        Mittlerweile nur noch Spiegel. Allerdings merke ich da, dass mir auf Dauer die Motivation ausgeht, weil der eben ganz Tagesformabhängig antwortet und es Tage gibt, da findet man sich immer doof, egal, wie man aussieht. Gut find ich immer Klamotten, die noch nicht oder nicht mehr passen. Am besten mit Foto davon, dann kann man direkt vergleichen, ob sich etwas wirklich verändert hat. Ich werde jetzt wahrscheinlich wieder das Maßband mit nutzen, einfach, weil Zahlen tatsächlich auch Halt geben können, solang man sie nicht als absolutes Ziel setzt. Aber um den Fortschritt zu bestätigen helfen sie ungemein. Mal kieken, ich habe gerade ein kleines Motivationstief, aber der Shoppingrausch am Wochenende hat schon so seine Funken geschlagen. ^^

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