Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern…

Bin direkt nach meinem letzten Blogeintrag am Donnerstag geflissentlich an Migräne zusammengeklappt. Aber klar, Emma geht es gut und sie lächelt charmant, wenn sie am Freitag an der Hochschule einen Vortrag hält. Emma, klar, die schafft das schon.

So war es immer. Ich habe immer allen gezeigt, dass ich es trotzdem kann. Auf Bäume klettern mit den drei Jahre älteren Brüdern, kein Problem. Abitur vier Wochen nach der Geburt meiner Tochter, was ist das schon?! Mit zwei eigenen kleinen Kinder Jura studieren, schaff ich, natürlich auch besonders schnell. Und auch alleinerziehend, geht schon. Mit eigener Kanzlei aus dem Nichts die Kids groß ziehen, ist doch nichts dabei. Emma macht das schon.

Na gut, in den letzten Jahren gab es vielleicht den einen oder anderen Kollateralschaden an Gesundheit, Figur und so. Mehrere Krankenhausaufenthalte. Depressionen. Konto immer am Anschlag oder drüber. Aber im Prinzip ging alles ganz gut. Hatte trotzdem Spaß und Freunde. Die Kids sind toll und beruflich ging es auch irgendwie.

In den letzten drei Jahren habe ich mal Neues probiert. Wollte dazu lernen und meinen Traum von einem wunderschönen, erfüllten und überreichen Leben umsetzen.

Beruflich bin ich in ein größeres Büro gegangen als Partnerin mit zwei männlichen Partnern, die richtig Geld verdienen. Wollte auch auf die hohen Bäume klettern. Musste leider wieder runterklettern. Ging garnicht. Das Sprichwort „Wer baden will, wird  auch nass.“ hat eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Dann die Beziehung. So vieles erschien unfassbar vertraut und sah vielversprechend nach Sicherheit, Zuverlässigkeit und Treue aus. Sogar die Kindheitsgeschichte meines Liebsten und meines Vaters ähnelten sich. Da mein lange verjährter Exgatte -tatsächlich ein Straßenmusiker- wie so oft bei jungen Mädchen, eher ein Gegenentwurf zu meinem Vater war, wollte ich es diesmal richtig machen. Völlig überraschenderweise war es dann letztlich nicht so, wie ich es erwartet hatte und ich bin gescheitert. Habe es einfach nicht ertragen.

Was soll ich sagen? Die so „starke“ und „erfolgreiche“ Emma hat offenbar einiges zu lernen und aufzuarbeiten. Gut, dass ihr das nach 47 Jahren schon auffällt.

Problem erkannt, Problem gebannt? Wenn es so einfach wäre. Grundsätzlich ist das natürlich wahr. Emma hat bisher alles hinbekommen und mit tatkräftiger Hilfe wird das schon.

Aber der Weg scheint nicht ganz gerade und schnell „effektiv“ zu verlaufen. Kann natürlich spannend und lustig werden, jedenfalls erleichternd und horizonterweiternd.

Will Euch dieses Abenteuer nicht vorenthalten aber es würde hier den Rahmen ja sowas von sprengen. Also, ein neuer Blog ist in Vorbereitung: „Emma goes inside“ ist der Arbeitstitel.

Dauert noch ein bisschen, weil meine interne Finanzkrise mich leider im Würgegriff hat und ich da erstmal wieder Fuß fassen muss.

Wenn jemand es nicht abwarten kann, kann er/sie natürlich durch kleine Spenden für Emma Zeit zum Schreiben freischaufeln. Dann könnte es schneller gehen. Das wäre ein Träumchen.

Sonst dauert es noch ein wenig, wird aber bestimmt lustig, spannend, überraschend und hoffentlich ein bisschen hilfreich für die eine oder den anderen.

Also, morgen geht es hoffentlich migränefrei weiter mit dem 5-2-Fasten. Das wäre doch gelacht!

 

 

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