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Wegen Krankheit geschlossen…

Puh, da habe ich mir ja eine schöne Bronchitis eingefangen. Meine Herren ist die hartnäckig. Seit Freitag hat mich diese blöde Erkältung mit Fieber fest im Griff.

Abgesehen davon, dass der Hunger mich jetzt sowieso als nicht mein hervorstechendestes Gefühl beschäftigt, ist vorsätzliches Fasten bei Krankheit nach meiner bescheidenen Einschätzung ein totales No-Go. Bei Krankheit kriegt der Körper was er braucht und möchte. Also, Woche 4 2015 fängt mit einem Totalausfall an. Na, dass kann ja heiter weitergehen.

Drachenzähmen leicht gemacht

Man kann ja in vielen Dingen immer wieder scheitern und es trotzdem immer wieder versuchen, zum Beispiel ein gesundes Körpergewicht zu erreichen. Vielleicht ändert man mal die eine oder andere Strategie, holt sich Hilfe oder versucht einen neuen Zugang, wie hier das 5-2-Fasten.

Ja, es gehört wohl zum Leben, zu erkennen, dass die eigene Wahrnehmung nur ein winziger Teil der Weiterlesen

Alle Jahre wieder…

Wünsche eine fröhliche und inspirierende Weihnachtszeit
mit viel Liebe und lieben Menschen!

 

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An meiner Tür klingelt mal wieder die typische Vorweinachts-Depri-Routine:

Es ist Weihnachten und ich fühle mich fett, pleite und allein.

Oberflächlich betrachtet, könnte frau das denken. Wohne wieder bei mir allein zuhause, habe immernoch zu viele Pfunde auf den Rippen und mein Kontostand ist tatsächlich deprimierend. Bei genauerem Hinsehen ist es aber nicht so dramatisch, wie es meine jahrelange Übung mir vorspielen möchte. Schauen wir mal genauer.

An der Kilofront:

10 kg weniger wären nicht gänzlich verkehrt. Auf der anderen Seite ist die Gewichtskurve auch ohne 5-2- Fasten nicht so stark angestiegen, wie es vor Beginn des Fastens 2013 war und das ist ja schon 1,5 Jahre her. Seit einem Jahr habe ich kaum noch gefastet. Also, insgesamt ein -wenn auch kleiner, ca. 3-4 Kilo- Erfolg.

Es gibt jedoch noch einen wesentlich größeren Einfluss des 5-2-Fastens auf mein Leben: Der Zusammenhang Unzufriedenheit-Essen wurde dramatisch gelockert. Ihr erinnert Euch, ich mit Schoki oder Chips und meinem inneren Schweinehund Hunny Gray auf dem Sofa war ein gängiges Bild. Das ist viel seltener geworden.

Klar ruhe ich mich abends oft auf meinem wunderschönen roten Samtsofa aus. Meist jedoch ohne Junkfood. Das ist neu. Ich versuche meine Gefühle zu- und vorbeiziehen zu lassen, nicht sie zu verdrängen.

Oft esse ich auch mal bis mittags nichts oder lasse das Abendbrot weg, obwohl ich vielleicht ein leichtes Hungerchen spüre. Dieses Gefühl kennt man vom Fasten ziemlich gut. Man weiß, dass man nicht so schnell verhungert und dass dieses Appetitgefühl schnell vorbei zieht. Dieses ziemlich erwachsene Auf-sich-Aufpassen fühlt sich wunderbar an und stärkt.

Eine klitzekleine Ausnahme bildet die Lindt- Weihnachtschokolade. Doch selbst diese muss ich nicht nach Einkauf sofort und in Gänze vertilgen. Nein, es dauert immerhin ein paar Tage. Auch das fühlt sich ziemlich gut an.

Gehe wieder zum Sport. YEAH! Warum ist es nochmal oft so schwierig, sich aufzuraffen?

Außerdem war ich neulich Unterwäsche shoppen. Hach, es gibt da so ein neues Label in der Stadt, das ich mal im Urlaub in  Rom entdeckt habe, Intimissimi. Vor zwei Jahren habe ich alles in Größe L kaufen müssen und es saß, sagen wir mal, knackig. Jetzt ist mir L tatsächlich zu reichlich! Da ich pleite bin, konnte ich nicht viel kaufen, aber Hemd und Höschen in M sitzen ziemlich gut. Große Freude.

Tja, da sind wir bei den Finanzen:

Ich bin tatsächlich so pleite, dass ich nicht genau weiß, ob ich am 1.1. alles bezahlen können werde. Es gibt Hoffnung aber klar ist es nicht.

Naja, mit diesem Thema bin ich noch nicht wirklich weit gekommen. Aber immerhin bin ich dabei mir einen neuen Job zu suchen. Das ist  ein Entschluss, der mich weiterbringen wird, jedenfalls mittelfristig, denke ich. Deshalb sehe ich es nicht so negativ. Es ist nur schade. Ich gebe auf und lasse los. Offenbar habe ich meinen Platz in der Berufswelt auch mit 46 noch nicht wirklich gefunden. Mal sehen. Es lässt sich bestimmt was besseres finden. Ich arbeite daran und öffne mich für Neues.

Loslassen ist auch das Thema in Liebesdingen:

Meine wundervolle Beziehung zu diesem großartigen Mann läuft nicht wirklich durchgehend gut. Meine Träume von einer stabilen, liebevollen und heißen Beziehung haben sich erstmal erledigt. Hat so nicht funktioniert. Ob und wenn, wie es weitergeht, ist völlig offen. Erstmal fliegt der Mann mit seinem Sohn in einen hoffentlich wundervollen Urlaub nach Asien und erholt sich dort mit seinen Freunden.

Ich wohne wieder in meiner kuscheligen Wohnung und genieße MEIN Leben. In all der Verliebtheit hatte ich versäumt, meine Grenzen zu setzen und mein Leben weiter zu führen, meine Freundschaften, meine Familie und meine Hobbies zu pflegen. In sein luxuriöses und wunderschönes Leben habe ich mich -oh Wunder!- ganz leicht eingefügt. Tja, was für eine grandiose Sackgasse. Alle meine Kraft und Sicherheit gingen verloren und ich hing weinend in der Ecke. Nicht gerade attraktiv, ich weiß.

Leider fehlte die Attraktivität wohl auch dem Liebsten und er wandte sich anderen Dingen, Menschen und Aufgaben zu. Ich war ziemlich auf mich zurück geworfen und bin relativ unsanft in meiner Realität aufgeschlagen. Autsch.

Inzwischen gehe ich wieder mit meinen Freunden aus und erlebe viele schöne Dinge und Zeiten. Neulich hat mich ein längst verloren geglaubter Freund angerufen, der vor ca. 20 Jahren mal bei mir ein Zimmer untergemietet hatte für über ein Jahr. War das schön, von ihm zu hören! Es tut einfach gut, liebe Menschen um sich zu haben, Menschen, die mich mögen weil ich bin wie ich bin und nicht nur die Partnerin von jemandem. Fühlt sich so gut an.

Also, ich öffne mich wieder meiner schönen, kraftspendenden Welt, nehme mein Leben und meinen Green Smoothie in die Hand, genieße meine wundervoll gemütliche Wohnung, meine lieben Freunde und meine Familie.

Natürlich gehört auch der wundervolle Mann zu den liebsten Menschen in meinem Leben. Ob wir aber tatsächlich eine lange Beziehung haben werden? Ein Teil von mir liebt ihn und wünscht es sich sehr. Ein anderer Teil ist unsicher. Vielleicht passen wir doch nicht so gut zusammen, wie ich mir weißmachen wollte. Glücklicher Weise treibt uns ja niemand, das jetzt zu entscheiden. Wir können das ganz in Ruhe auf uns zukommen lassen und die gemeinsamen, oft wundervollen Zeiten genießen. Dann werden wir schon sehen, wo der Weg uns hinführt.

Es ist vermutlich wirklich wichtiger, mich um meinen Lebensunterhalt zu kümmern. Das waren schon immer meine Lieblingthemen: Geld und Realität. Na gut, ich gebe es zu, eher meine Lieblingsprobleme. Bin eindeutig besser im Realität zurechtbiegen, dass sie schön aussieht.

Was mich nicht inspiriert und mir nicht gut tut, kann ich leider gerade nicht gebrauchen, meine Bank zum Beispiel (Scherz!). Ich muss lernen, meine Grenzen zu setzen. Puh, schwierig!

Manchmal fällt es mir so schwer zu entscheiden, ob etwas gut und stärkend ist oder nicht. Natürlich ist ein Stück Schoki lecker aber tut es mir auch gut?

Ja, die Realität erkennen, meine Grenzen zu setzten und auf mich aufzupassen, hab ich nicht so richtig gut gelernt. Ich arbeite dran. Damit mein Leuchten wieder erstrahlt, ganz ohne Weihnachts-Depri-Routine.

 

 

 

 

Puh, den Berg hinauf, ich schaff das schon, ich schaff das schon…

Donnerstag, Woche vier. 5-2-Diät.

Habe den Fastenmontag nicht geschafft. Mal wieder. Mist. Und werde wohl auch keinen Ersatztag diese Woche schaffen. Mist, Mist, Mist. Ist mindestens eine knusprig gegrillte Dorade mit Bratkartoffeln und ziemlich viel, sehr leckeres, cremiges Tiramisu dazwischen gekommen. Der Kampf war schon verloren, bevor er überhaupt anfing. Das Tiramisu war einfach zu gut.

Immerhin habe ich auf kluges Anraten einer lieben Kommentiererin das Frühstücken weitgehend aufgegeben. Das heißt, morgens trinke ich in der Weiterlesen

Apropos „das Leben ist zu kurz, um zu leiden“

Das ist vielleicht ein etwas steiler Programmsatz. Schließlich lässt sich das Leiden im Leben kaum verhindern. Und da kommen wir zum Kernthema der letzten Tage im Netz: RWS – Robin Williams Selbstmord.

Die Depression ist für diesen Blog ein sicher viel zu komplexes Thema und doch gibt es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Seele. Denn auch wenn es sicher zu kurz gegriffen wäre, Depressionen als bloßes chemisches Ungleichgewicht einzuordnen und allein durch Medikamente heilen zu wollen, so ist der Einfluss eines chemischen Ungleichgewichts zumindest als ein Faktor bei der Weiterlesen

Huch, in einer Woche 1,8 kg?

Das ist ja seltsam. Ok, meine Wiegeroutine ist noch nicht wieder wirklich hergestellt. Wird auch nicht so einfach funktionieren…

Wiegeroutine? Ja, sowas gibt es und als Pummelchen kennt man sich da aus. Das ist sinnvoll, wenn frau wenigstens einigermaßen feststellen will, ob sich die Gewichtskurve eher nach oben oder unten und in welcher Geschwindigkeit bewegt. Nach dem Schweinebraten in Pelzmantel und High Heels ist frau einfach schwerer als ohne, morgens nach dem Badbesuch auf nüchternen Magen.

Als Single habe ich mich einfach jeden Samstag direkt morgens beim ersten Badbesuch ohne jegliche Kleidung auf meiner tollen Waage gewogen. War ja niemand anders da, also konnte ich genau machen was ich wollte. Die Vergleichbarkeit war entsprechend groß.

In meinem jetzigen Zuhause, mit einem Bad und mehreren Bewohnern, gibt es aber nur eine Waage mit einem eingebauten Zufallsgenerator. Außerdem ist das mit einem Bad und mehreren Bewohnern auch immer so eine Sache. Wenn ich da in Ohnmacht falle, ist das Bad womöglich ein wenig länger blockiert. Könnte doch peinlich werden, zumal ich so weit von meinem angestrebten Gewicht entfernt bin. Deshalb wird also in meiner alten Wohnung tagsüber voll angezogen gewogen.

Nun könnten Unbeteiligte meinen, es wäre vielleicht nicht unvernünftig, meine tolle richtige Waage einfach mal mit in die andere Wohnung zu nehmen und das Bad ordnungsgemäß zu verschließen. Aber so überzeugend romantisch ist die Vorstellung nicht, meinem Herzallerliebsten meine Waage anzuschleppen. Ist mir schon peinlich genug, dass er überhaupt von meinen Gewichtsproblemen weiß… Na, kommt Zeit, kommt Rat.

Trotzdem 1,8 kg weniger. Dabei haben sich Hüft- und Taillenumfang nicht verändert. Ist also bestimmt nur eine nichtssagende Schwankung. Immerhin in die richtige Richtung.

Seltsamer Weise war mein Umfang tatsächlich im Vergleich zum Vorjahr nicht so sehr gewachsen, wie es bei der Gewichtszunahme angezeigt gewesen wäre. Vielleicht bekomme ich die Kilos ja schnell wieder runter und kann dann doch endlich weiter in Richtung meines „Normalgewichts“ marschieren. Das wäre ja ein Traum. Kleidergröße 38… Seufz.

 

Aller Anfang ist schwer und durchhalten um so mehr…

Bin ja große Anhängerin der kleine-Schritte-Theorie. Also, das erste Schrittchen ist geschafft.

„Mal wieder“, könnten manche herummäkeln, mein Ego zum Beispiel. „Haben wir doch schon mal gelesen. Emma, das sagst Du jedes Mal!“ Stimmt schon. Habe dieses Jahr schon mal versucht wieder anzufangen und bin spe(c)ktakulär gescheitert.

Nun, hinfallen kann ja jeder. Wichtig ist doch, dass man sich nicht entmutigen lässt, oder? Die Balance im Leben gibt’s eben nicht auf Patentrezept, auch nicht, wenn 5-2-Diät draufsteht.

Habe beschlossen, mich nicht zu quälen mit dem 5-2-Fasten. Es soll mir gut tun und mich unterstützen. Sonst kann es kaum gesund sein, meine ich. Also wird gefastet, wenn es passt. Das Leben ist einfach zu kurz um zu leiden und ich bin eben nicht in Gänze immer perfekt diszipliniert. Ja, blöd, aber leider nicht zu ändern.

Habe das Fasten gestern immerhin durchgehalten und es ging mir erstaunlich gut damit. Frühstück war mangels Hunger entbehrlich. Also reichte mir morgens ein Kaffee mit ein bisschen 1,5 % iger Milch. Bei den Temperaturen muss man sowieso viel trinken, was den Hunger bis nachmittags lässig auf Abstand hielt. Mittags ein gekochtes Ei und ein bisschen Gurke, sehr lecker.

Am Abend habe ich sogar noch eine Freundin in der Kneipe getroffen. Mit ein paar Hähnchenstreifen auf leckerem Blattsalat und frischen Pfefferminztee war es ein lustiger Mädelsabend. Auch mal schön. Bin stolz wie Oskar!

Morgen geht es weiter mit dem zweiten Tag. Na, mal sehen. Letztes Jahr war es schon normal für mich, die zwei Tage die Woche zu fasten. Jetzt muss ich die Routine erst wieder üben. Und ja, ich werde bestimmt wieder einbrechen. Na und?! Dann fange ich eben wieder an. So ist das Leben eben, wenn frau so leicht zunimmt.

Aber heute wird normal gegessen. Zum Frühstück gab es Greensmoothie und Toast. Heute Abend Sushi in meinem Lieblingsladen mit dem Liebsten. Hach, das Leben kann so schön sein.