Update August 2014 – wie gewonnen so zerronnen…

 

Hilfe!!! Ich dachte, ich hätte es geschafft, hätte das Rezept für das Glück auf Erden oder wenigstens  für den schlanken Körper gefunden. Aber ja, Pille, wir haben ein Problem. Der Größenwahn hat wieder zugeschlagen.IMG_1658

Dabei ist meine Situation tatsächlich ganz anders als im Mai 2013. Damals arbeitete ich in einem Büro, das ich nicht mochte. Die Geldprobleme waren völlig überwältigend. Ich war total fett, träge und sehr, sehr einsam. Auch wenn ich mir das alles nicht eingestehen mochte, jedenfalls nicht in dieser Deutlichkeit.

Heute im August 2014 ist alles viel, viel schöner. Nein, ich habe noch immer nicht im Lotto gewonnen. Aber die schlimmsten finanziellen Probleme sind mit tatkräftiger Unterstützung eines unglaublich hilfsbereiten Bekannten und meines neuen Lebensgefährten erst einmal gebannt. Auch habe ich das Büro gekündigt. Allerdings arbeite ich jetzt in einer viel zu schönen und entspannten Atmosphäre, was meiner Produktivität und damit meiner Einkommenssituation leider einen kleinen Strich durch die Rechnung macht.  Das kann also auch noch nicht wirklich der Weisheit letzter Schluss sein.

Aber die wichtigste Änderung ist: Ich bin nicht mehr allein.

Erst jetzt beginne ich zu erkennen, wie einsam ich war. Dabei ging es mir ziemlich gut. Ich habe sehr liebe Freunde und eine ausgesprochen liebevolle und agile Familie. Auch bin ich nicht kontaktscheu und habe einige schöne Hobbies. Es gab also genug Ablenkung, Nähe und Erfüllung, um sich nicht einsam zu fühlen oder daran zu leiden. Nein, es war schon ok, manchmal sogar ganz gut.

Aber jetzt ist mein Leben so unbeschreiblich viel schöner und reicher. Jeden Tag wird mir so viel Zuneigung, Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit geschenkt! Gosh, wie wundervoll!

Na gut, es gibt natürlich immer noch genauso viele Probleme und auch Zeiten, in denen mein „Mann“ sich völlig dämlich benimmt und wir uns allein deshalb streiten. Wäre ja auch noch schöner, wenn die Gründe auch bei mir liegen würden. Wo kämen wir denn da hin?! Ha! Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass diese Streitigkeiten mich jedes Mal völlig aus der Bahn werfen. Himmelhochjauchzend-zuTodebetrübt, würde meine Mutter sagen. Das gehört wohl dazu und die Beziehungsfragen  gehören in einen anderen Blog. Deshalb nur so viel: Das Glück, das entsteht, wenn man wirklich sein Leben, Freude, Leid, Gedanken, Erlebnisse etc. teilt, ist überwältigend, ein großes Fest.IMG_1662

Leider trifft das auch auf das Essen zu. Es ist so wundervoll, gemeinsam wunderbares Essen zu genießen, dass ich das Fasten quasi aufgegeben habe.

Ich habe es immer wieder versucht aber wenn es hochkommt, habe ich in diesem Jahr bisher 4 Tage gefastet. Dafür aber mehr als 240 Tage geschlemmt, was das Zeug bzw. die Fleisch- und Fischabteilungen Leckeres so hergeben. Mal ganz abgesehen von Chips und Schokolade.

Mai bis November 2013 hatte ich das 5-2-Fasten bravurös durchgehalten. Sogar mit einigem Erfolg. Hatte in den 7 Monaten ca. 10 Kilo abgenommen. Hui, wie toll sich mein Körper anfühlte! Noch nicht dünn aber doch schon mit schönen Formen und Kleidergröße 40, was das Klamottenkaufen einigermaßen erträglich machte.

Seit Dezember 2013 bis jetzt, August 2014, habe ich wirklich zugeschlagen und viel zu viel von all dem Leckeren gegessen.

Letzte Woche wollte ich im Schlussverkauf ein paar neue Klamotten kaufen. Bin wieder bei Größe 42-44. Mist. ca. 7 kg habe ich zugenommen. Mist. Mist. Mist. Nur mein „Mann“ freut sich über die Kurven und Körbchengröße C. Mist.

Alles, was ich mir so mühsam angewöhnt hatte, fasten, meditieren, Yoga, und vieles mehr, habe ich nicht weiter geübt. Dafür hat meine Solitaire-Sucht wieder voll zugeschlagen. Mist. Hängt wahrscheinlich irgendwie zusammen.

Nachdem meine Tochter mir am Wochenende sagte, sie würde auch regelmäßig Solitaire von ihrem Handy und Computer löschen müssen, um nicht der Spielsucht zu verfallen, hab ich folgende Entschlüsse gefasst:

  1. Es wird wieder gefastet, 5-2 Diät is on!
  2. Solitaire ist keine Option und wird von allen Computern gelöscht.
  3. Yoga und Meditation werden wieder ins Leben integriert.

Bitte, drückt mir die Daumen, dass ich das alles hinbekomme.

Ich weiß, manchmal ist es wichtig, ein Gleichgewicht aufzugeben, um eine bessere Balance zu erreichen. Außerdem habe ich wesentlich langsamer zu als abgenommen. Es besteht also noch Hoffnung, Doc.

Und jetzt kann man auch spenden wer will, juchu! Einfach hier und dann auf den button klicken...

 

17 Gedanken zu „Update August 2014 – wie gewonnen so zerronnen…

  1. Pingback: Update online | Emma on her way...

  2. arwen1234

    Ich drücke fest die Daumen. Die Solitärsucht kann ich gut nachvollziehen, ich hab das oft gemacht, wenn ich eigentlich entspannen wollte, aber das Gefühl hatte, noch fleißig sein zu müssen. Also setze ich mich (faul) vor den Rechner und spiele (fleißig erledigend) Solitär. Manchmal hat man halt Sehnsucht nach stumpfsinniger Entspannung, wenn dann nicht noch das Essen locken würde. ;)) Aber hey, der erste Schritt ist getan!

    Antwort
    1. emmareloaded Autor

      Ja, danke Dir!

      Hm, ich bin mir noch nicht im Klaren, wie das mit dieser Solitairespielerei so zusammenhängt. Entdecke bei mir eindeutige Suchthinweise… Ich glaube auch, es hat etwas damit zu tun, dass es mir gerade zu viel ist und ich meinen Kopf und meine Emotionen mal anhalten muss. Bin aber nicht sicher. Jedenfalls kostet es eigentlich Kraft und Zeit. Außerdem glaube ich, dass meine Augen leiden. Also, mal sehen, ob ich mir das abgewöhnen kann. Ich glaube, wenn man es schafft, wirklich auf seine Bedürfnisse zu hören und diese liebevoll ernst zu nehmen, dann könnte man gesunden. Davon bin ich trotz des rationalen Verstehens leider noch kilometerweit entfernt. Soweit sind wir uns einig: Das erste Schrittchen ist geschafft. Und mit zunehmender zurückgelegter Strecke wird es hoffentlich leichter:)

      Antwort
  3. fitgewichtet

    Der Titel passt doch nicht ganz, immerhin hast Du 3 Kilo weniger als im Mai 2013! Also fast ein Drittel sind Dir nach 240 Tagen erhalten geblieben 🙂

    Gemeinsam fastet es sich leichter, meinst Du nicht auch? Allerdings finde ich es dafür gut, wenn man nicht über Essen schreibt. Man/frau muss sich ja nicht unnötig quälen.

    Antwort
    1. emmareloaded Autor

      🙂 Ja, immerhin. Und eine Erinnerung daran, wie fit und gut ich mich gefühlt habe.

      Ja, gemeinsam fasten ist wohl leichter. Deshalb danke für die Unterstützung! 🙂

      Antwort
  4. fitgewichtet

    Zum Gewichthalten bei Erreichen des Wunschgewichts wird ja der Übergang zu 6:1 empfohlen, also einen Fastentag pro Woche beizubehalten. Hattest Du das eigentlich gemacht? Wenn ja, wie lange?

    Antwort
  5. fitgewichtet

    Entschuldige die Rückfrage, aber „7×2:0“ verstehe ich nicht. Meinst Du vielleicht, Du hast 7 Tage die Woche nahezu maßlos geschlemmt??

    Dann wäre es jedenfalls nachvollziehbar, dass die 7 Kilo wieder draufgegangen sind. (Was entsprechend für einen erneuten Anlauf motiviert!)

    Ich bin dann mal jedenfalls sehr gespannt, wie das bei mir mit dem Gewicht halten mit 6:1 gelingt. Zwar habe ich mein Zielgewicht schon längst erreicht und liege jetzt mit einem guten Sicherheitsabstand darunter, aber noch traue ich mich nicht so recht, auf den zweiten Fastentag zu verzichten, und habe mir lieber noch mal ein weiteres Kilo abzunehmen vorgenommen, auch weil ich den jetzigen Schwung ganz gerne mitnehmen will und weil es dann eine runde Zahl, insgesamt 20 Kilos seit Februar wären.

    Ich hatte ja zunächst auch Befürchtungen, dass meine weiblichen Formen „leiden“, aber meine Formen haben sich etwas „verschoben“; verglichen mit meiner Figur, die ich zuletzt mit meinem heutigen Gewicht hatte (vor 14 Jahren), sogar eher zu Gunsten der Weiblichkeit.

    Antwort
    1. emmareloaded Autor

      Heißt das, Du hast tatsächlich in 6 Monaten 20 kg abgenommen? Wow!!! Gratuliere! Toll! Das ist schon wirklich unfassbar viel! Allein mit 5-2 oder noch mit anderen Tricks? Und nochmal wow: Proportionen zu Gunsten der Weiblichkeit:) Hört sich ja wunderbar an. Und zugunsten der Gesundheit. Also, ein großes doppelwow!

      Jaaa, ich habe wirklich jeden Tag gefeiert und geschlemmt:) Inklusive Wein und Schokolade und immer mehr, als ich eigentlich essen würde, weil es einfach so lecker ist und ich so gern verwöhnt werde. Tja, das richtige Maß muss erst wieder gefunden werden. Wird schon. Manchmal ist es eben einfach wundervoll. Da habe ich dann keine Lust Kalorien zu zählen. Go with the flow:)

      Antwort
      1. fitgewichtet

        Ja, fast, es fehlt nun noch genau ein Kilo auf die runden 20. Und weil auch die letzten Kilos kaum zu Lasten der weiblichen Proportionen gegangen sind (zwar schon gegenüber meinem 10 kg höheren Gewicht, aber nicht verglichen mit meinen Proportionen mit gleichem Gewicht vor 14 Jahren), möchte ich gerne das eine Kilo noch abnehmen. Ich bin mit meinem BMI dann noch immer im mittleren Normalbereich. Der einzige Anhaltspunkt (außer meiner Angst vor dem JoJo trotz 6:1), dieses Kilo nicht noch zu versuchen, ist, dass sich meine Hände inzwischen offenbar sehr kalt anfühlen.

        Mir war und ist dieser rasante Gewichtsverlust selbst unheimlich. Und man ist ja gewohnt von Diäten: Je schneller runter, um so weiter wieder hoch … worauf ich überhaupt keine Lust habe. Es gibt zwar einige Ansätze bei 5:2, die gegen den JoJo sprechen, zum Beispiel das Vermeiden einer längeren Fastenzeit als 48 Stunden (heißt für mich: keine 2 Fastentage hintereinander!) sowie genügend Eiweiß an den Fastentagen, aber es gibt nach meinem Kenntnisstand noch immer keine Langzeiterfahrungen. Deswegen war es für mich wichtig, zu sehen, ob es bei Dir JoJo war. Dagegen spricht, dass Du mit Schlemmen bei 1/3 UNTER Deinem Ausgangsgewicht geblieben bist und dass Du die Regel gegen eine Wiederzunahme nach Erreichen des Zielgewichts bzw. nach Beenden von 5:2 durch einen Fastentag pro Woche (6:1) nicht eingehalten hattest.

        Das bedeutet, dass ein neuer 5:2-Anlauf für Dich durchaus vielversprechend ist und dass für mich die Angst vor dem Übergang auf 6:1 wegen des Jojo-Effekts weniger begründet ist.

        Getrickst habe ich eigentlich nicht. Ab und an habe ich einen dritten Fastentag eingelegt, insbesondere kurz vor dem Urlaub, also vor solchen Wochen, in denen kein Fastentag planbar war. Und ich habe die Kalorien im Zweifel eher zu hoch als zu niedrig geschätzt. Ich suche mir für die Fastentage Arbeitstage heraus, in denen ich wie sonst auch in die Kantine gehe. Bei der Auswahl meiner Fastenspeise bin ich dadurch spontan flexibel, habe aber keinen zu großen Spielraum, da es immer nur eine Art an Gemüsebeilage in unserer Kantine gibt und mir der Salat meistens nicht wirklich schmeckt. Anschließend sehe ich in der Datenbank nach, wieviel das gewählte Gericht bei dem geschätzten Gewicht an Kalorien hat. Hin und wieder überprüfe ich meine Schätzungen mit einer Waage. Ich suche mir als Fastentage bevorzugt solche Tage, an denen ich abends zum Tanzen oder sonstwie sportlich oder zumindest irgendwie aktiv unterwegs bin. Das halte ich aber nicht für Tricksen.

        Alkohol meide ich an Fastentagen fast konsequent, ich verdünne ihn mir zum Anstoßen bei unaufschiebbaren Anlässen auf eine Schorle mit dem Verhältnis 10:1 oder dünner. Auf Alkohol fahre ich ohnehin nicht ab. Er macht mich nur müde, meine Stimmung geht mit Alkohol stets runter, nicht hoch.

        Was Tricksen eventuell noch sein könnte, weiß ich nicht genau, da ich nie ein Buch über 5:2 gekauft oder gelesen habe. Die einzige Regel für mich lautet: zwei Tage pro Woche unter 500 kcal bleiben. Gegen einen Übergang zu 10in2 oder so ähnlich, wo jeden zweiten Tag gefastet wird, sprach für mich, dass in mindestens einem Bericht über 5:2 und andere Formen intermittierenden Fastens über eine höhere Abbrecherquote bei 10in2 (gegenüber 5:2) berichtet wurde. Quasi nach dem Motto: „Manchmal ist weniger mehr“ bin ich daher lieber bei 5:2 und nur einzelnen Wochen mit 4:3 geblieben. Wie Du oben so schön schreibst: Go with the flow.

        Eventuell ist für mich von Vorteil, dass ich seit vielen Jahren außer einer Tasse Kaffee ohnehin nichts frühstücke. Ich kann morgens einfach nicht essen. Appetit bekomme ich frühestens, nachdem ich bereits drei bis vier Stunden wach bin.

        Ich habe anderen davon erzählt, dass ich am Abnehmen bin, um mich zu disziplinieren. Irgendwo hatte ich gelesen, das solle man nicht machen, um sich nicht unter Druck zu setzen. Aber für mich war das so genau richtig. Jetzt verspüre ich einen gewissen Druck, mein erreichtes Gewicht möglichst lange für mich zu erhalten. Zu zeigen, dass ich das mit dem Gewichthalten auch noch hinbekomme. Ich bin ein Typ, der eine Portion Druck von außen zur Motivation benötigt 😉 bzw. meine Vorstellung von Sichtbarkeit und Anerkennung meiner Leistungen von außen. Aber das ist vermutlich noch völlig normal, was meint: bewegt sich in einem gesunden Maß.

        Genauer kannst Du alles in meinem Blog nachlesen. Mein Miniblog bei Friendfeed ist schwerer zu lesen, ermöglicht mir aber, kürzer und daher vermutlich unmittelbarer als in einem längeren, zusammenhängenden Text meine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Es darf (erst mal) auch ein kurzer Text sein, Hauptsache, es ist überhaupt geschrieben.

      2. emmareloaded Autor

        Toll! Die Sache mit dem Frühstück weglassen finde ich ziemlich gut. Grundsätzlich bin ich in der Woche auch nicht so ein Fan davon. Nur auf den Kaffee kann ich leider nicht verzichten ohne gegen eine Laterne zu rennen.

        Ich dachte auch erst an Jojo, aber ehrlich, ich habe so viel gegessen und getrunken bei wenig Bewegung… Hm, naja, kommt leider nicht hin. Zumal ich erstmal gar nicht zugenommen habe, trotz der Völlerei… Mist, ich gebe es zu, Zurückhaltung und Bescheidenheit gehören nicht unbedingt zu meinen hervorstechendsten Eigenschaften… Obwohl ich ziemlich sicher bin, dass es einfacher wird, das Gewicht zu halten, wenn man es länger hält. Wir werden sehen.

        So, jetzt gibts Pfifferlinge! Bon Appetit:)

  6. Pingback: Sicherung: August 2014 | fitgewichtet

    1. emmareloaded Autor

      Hi Nadine, schwer zu sagen. Insgesamt abgenommen in den ca 9 Monaten, die ich 5:2 Fasten durchgehalten habe, denke ich ca. 9-10 kg. Allerdings habe ich in den Monaten dazwischen doch ziemlich zugeschlagen und entsprechend auch zugelegt. Emma

      Antwort
    1. emmareloaded Autor

      Liebe Dorothea,
      gratuliere!!! Sensationell!
      Ich schreibe die Tage mal wieder. Nur so viel es gibt leider Neuigkeiten und sie sind nicht durchgehend toll…
      Liebe Grüße und weiter so!
      Emma

      Antwort
  7. Pingback: Sicherung März 2015 | fitgewichtet

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